The Turtle Two steht sowohl für den Prototypen, der anlässlich der Beck’s Gold Urban Experiences designed wurde, als auch für dessen Entwickler. Bei dem Prototypen handelt es sich um eine Rauminstallation, die einerseits als baukastenartiges System zu verstehen ist und gleichzeitig als ihr Transportmittel dient. Das System, welches aus ergonomisch präzise geformten Holzboxen besteht, ist vielseitig einsetzbar. Es dient den Teilnehmern der Workspaces beispielsweise als Tisch, Stuhl, Pult oder als Arbeitsflächefläche – einfach als Basis-Plattform, um sich kreativ auszuleben.
Gleichzeitig sind einige der Boxen illuminiert, mit Lautsprechern oder LCD-Screens ausgestattet und können zudem als Präsentations-Displays für Werke der beteiligten Künstler genutzt werden.
Wichtig war den Entwicklern, dass die Installation vielseitig einsetzbar ist. Neben den schon erwähnten Möglichkeiten kann sie auch als Projektionsfläche oder sogar als Catwalk eingesetzt werden. Ein anderer, nicht unwesentlicher Aspekt ist die Assoziation mit unserer städtischen Umgebung, die sich bei der Betrachtung des Werkes unmittelbar einstellt. Die Verwandlungen der einzelnen, rohen Boxen erinnern an die Entwicklung “vom Baustein zum Gebäude”. Die Installation ist also eine Art abstrahiertes Stadtbild und dient – wie die Stadt auch – als Basis für die kreativen Arbeiten der Künstler.
Entwickelt wurde TTT von dem Objektkünstler Luis Berríos-Negrón in Zusammenarbeit mit den Raumgestaltern von The Product. Luis Berrios-Negrón, geboren 1971 in San Juan, Puerto Rico, beschäftigt sich vordergründig mit den Themengebieten mass customization, material economies und visual arts, alles unter einem architektonischen Gesichtspunkt.
Neben diversen Design Projekten in über zehn Ländern weltweit zählen auch Einzel- und Gruppenausstellungen in Berlin zu seinen Werken.
The Product sind Dennis Paul, Patrick Kochlik und Vasili Trigoudis. Die drei in Berlin lebenden Künstler entwerfen ganzheitliche Designkonzepte, gestalten Räume und erschaffen Installationen. Dies geschieht alles unter Anwendung und durch Kombination neuer und bereits bekannter Technologien. The Product arbeiten sowohl mit kulturellen Einrichtungen als auch mit gewerblichen Kunden zusammen. Ihre Arbeiten sind auf Messen ebenso zu finden wie in Museen, Showrooms, Ausstellungen oder auf Media-Art Festivals.

